Neue Streutechniken - Winterdienst wird umweltfreundlicher

Gersthofen, 28. November 2018 (stmb). Bayern ist für einen langen Winter gewappnet: Bereits im Herbst hat die Staatsbauverwaltung die Lagerhallen mit rund 620.000 Tonnen Streugut aufgefüllt. Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart betonte auf einer Pressekonferenz in Gersthofen, dass dabei viel Wert auf Wirtschaftlichkeit und die Umwelt gelegt wird: "Eine neue Technik erlaubt uns, statt Salzkörnern reine Sole auf die Straßen aufzubringen. Dadurch benötigen wir deutlich weniger Salz, was Kosten spart und die Umwelt schont."

Verkehrsminister Reichhart bei der Pressekonferenz zum Winterdienst an der Straßenmeisterei in Gersthofen
© Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

Aufgestreute Salzkörner können bei trockener Witterung von der Fahrbahn geweht werden und dann nicht mehr wirken. Auf Autobahnen ist die Methode, flüssige Salzsole aufzubringen, deshalb bereits Standard. Zusammen mit den Maschinenherstellern hat die Staatsbauverwaltung die Technik jetzt so weiterentwickelt, dass sie auch auf schmäleren Bundes- und Staatsstraßen zum Einsatz kommen kann. Nun können die Streufahrzeuge das Salz schon vorsorglich auf die Straßen bringen, wenn der Wetterdienst Reifglätte prognostiziert. "Das ist ein zusätzliches Plus an Sicherheit für Bayerns Autofahrerinnen und Autofahrer", so Reichhart.

Appell an die Autofahrer: "Fahren Sie angepasst und mit Winterreifen!"

Gleichzeitig machte Reichhart deutlich, dass es in der Verantwortung der Autofahrer selbst liegt, ihr Fahrverhalten an die Straßen- und Witterungsverhältnisse anzupassen: "Auch der beste Winterdienst kann freilich keine sommerlichen Straßenverhältnisse garantieren. Deshalb bitte ich Sie: Ziehen Sie Winterreifen auf und planen Sie ausreichend Zeit für Ihren Weg ein!"

In 29 Autobahn- und 64 Straßenmeistereien in Bayern kümmern sich fast 3.000 Frauen und Männer um den Winterdienst. Sie betreuen ein Netz von 23.000 Kilometern an Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen. Hierfür stehen gut 600 staatseigene Winterdienstfahrzeuge und 700 Lkws, die von privaten Unternehmern gefahren werden, zur Verfügung – insgesamt also rund 1.300 Fahrzeuge. Im vergangenen Winter hat der Freistaat rund 93 Millionen Euro in die Sicherheit im winterlichen Straßenverkehr investiert – 28 Millionen Euro allein für das Streusalz.